"Westig: Pflegepersonal-Stärkungsgesetz verpufft wirkungslos

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion nach den  Auswirkungen des Pflegepersonalstärkungsgesetzes erklärt Nicole Westig:

 

Die Antwort der Bundesregierung bestätigt, was wir als FDP-Fraktion bereits im letzten Jahr kritisiert haben: Das Spahn'sche Pflegepersonal-Stärkungsgesetz ist ein wirkungsloser Papiertiger. Gerade einmal 300 geförderte Stellen im Wert von sieben Millionen Euro sind anjgesichts des Bedarfs in der Altenpflege nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein. Insgesamt ist die Zahl offener Stellen im Vergleich zum letzten Jahr sogar gestiegen. Dass die Bundesregierung das Gesetz als erfolgreichen Schritt feiert, ist realitätsfremd.

 

Die Antragstellung für die geförderten Stellen ist hochkomplex und bürokratisch. Meistens müssen die Pflegeeinrichtungen zunächst in Vorkasse gehen. Das macht die Inanspruchnahme des Förderprogramms äußerst unattraktiv. Außerdem ist der Arbeitsmarkt in der Pflege leergefegt. Auch wenn die Refinanzierung neuer Stellen richtig ist, wurde hier bloße Symbolpolitik betrieben: Zunächst brauchen wir attraktivere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, damit sich mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern. Dazu muss den Pflegenden etwa durch Bürokratieabbau und Digitalisierung das zurückgegeben werden, was ihnen aktuell am meisten fehlt: Zeit für Zuwendung."

 

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Rede vom 13.9.2019: Nicole Westig kritisiert zuviel Bürokratie und mangelnde Refinanzierung bei den 13.000 neuen Pflegestellen

Nicole Westig gratuliert Haus Heisterbach zum 25jährigen Bestehen

 

Mit einem großen Familienfest auf dem Klostergelände Heisterbach in Königswinter feierte der Verein „Bausteine für das Leben“ sein 25jähriges Bestehen. Der Verein ist Träger des Hauses Heisterbach, in dem schwangere und alleinerziehende Frauen und ihre Kinder in Notlagen nicht nur Wohnraum, sondern auch vielfältige Unterstützung bekommen. Zur Erfolgsgeschichte, zu der der Vereinsvorsitzende Jochen Beuckers gemeinsam mit seiner Frau wesentlich beigetragen hat, gratulierte auch die FDP-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Nicole Westig gemeinsam mit Jessica Gaitskell und Dagmar Ziegner von der FDP Königswinter.  In ihrem Grußwort würdigte Westig den großartigen Einsatz von rund 700 Ehrenamtlichen, die in den 25 Jahren im Haus Heisterbach mitgearbeitet haben. „Sie haben stets das Ziel ´Hilfe zur Selbsthilfe´ verfolgt und damit die Frauen befähigt, ihre Situation wieder selbst in die Hand nehmen zu können. Durch ständige Fortbildungen arbeiten sie sehr professionell und bauen Strukturen auf, die nicht nur den Bewohnerinnen helfen, sondern weit in unsere Region hineinwirken. Jeder und jedem Einzelnen dieser Ehrenamtlichen möchte ich deshalb meinen ganz herzlichen Dank ausdrücken für das unermüdliche Engagement in den 25 Jahren und heute: Sie helfen damit nicht nur den betroffenen Frauen und Familien, sondern leisten mit Ihrem Einsatz einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Schließlich zeigt sich der Wert einer Gesellschaft darin, wie sie mit denen umgeht, die Hilfe benötigen“, erklärte Westig. 

 

 

 

 

Wolfsriss im Rhein-Sieg-Kreis                                                                FDP-Politikerin Nicole Westig:                                                                „Der Wolfsbestand muss aktiv kontrolliert werden“

In dieser Woche ist ein Schaf aus einer Herde in Much einem Wolf zum Opfer gefallen. Ein Mutterschaf der vom Aussterben bedrohten Skudden war in der Nacht vom Wolf verschleppt und von den Hobbytierhaltern verendet aufgefunden worden. Die Halter beklagen nicht nur den Verlust ihres Tieres, sondern auch die mangelhafte Informationspolitik. Denn ihnen war nicht bekannt, dass es bereits im Juli im benachbarten Engelskirchen Wolfsrisse gegeben hatte.

Die FDP im Rhein-Sieg-Kreis sieht deshalb Handlungsbedarf. Nicole Westig, Bundestagsabgeordnete und FDP-Kreisvorsitzende erklärt: „Derzeit kann sich der Wolf unkontrolliert vermehren. Dadurch entstehen große Schäden an den übrigen Wildbeständen und in der Weidetierhaltung. Wir Freien Demokraten fordern, dass Wölfe wie andere Wildtierarten auch im Bestand kontrolliert werden müssen. Diese Bestandsregulierung sollte den Jägern überlassen werden, die sind im Umgang mit Wildtieren und Jagdwaffen fachkundig ausgebildet sind. Um den Wolfsbestand aktiv zu kontrollieren, haben wir jetzt einen eigenen Gesetzentwurf zum Wolfsmanagement eingebracht, der u.a. Rechtsansprüche auf Präventionsmaßnahmen in festgestellten Wolfsgebieten festschreibt. Wir sind überzeugt, dass nur eine Bestandsregulierung durch Bejagung in Verbindung mit Präventionsmaßnahmen helfen kann, die Probleme mit dem größten wilden Raubtier in unserem Land zu lösen.“

 

 

Zum Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion geht es hier: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/107/1910792.pdf

Nicole Westig ruft zur Teilnahme am Ideenwettbewerb für die Mobilität der Zukunft auf

Digital, sozial, nachhaltig: Welche Ideen würden die Mobilität der Bürger und Bürgerinnen verbessern? Kreative Antworten auf diese Frage können bis zum 6. Oktober 2019 auf dem Onlineportal des Deutschen Mobilitätspreises eingereicht werden. Alle Teilnehmer am Wettbewerb haben die Chance auf Preisgelder im Gesamtwert von 6.000 Euro. Die drei Gewinner werden im November bei einer feierlichen Preisverleihung durch die Wettbewerbsinitiatoren, dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“, geehrt. Nicole Westig, FDP-Bundestagsabgeordnete aus Bad Honnef, unterstützt den Wettbewerb und empfiehlt kreativen Köpfen aus dem Rhein-Sieg-Kreis die Teilnahme. „Viele Konzepte für die Mobilität der Zukunft richten sich vor allem auf die Großstädte. Doch wir brauchen auch neue Ideen und kreative Ansätze, um die Mobilität in den ländlichen Gebieten, in denen die meisten Bürger auf ein eigenes Auto angewiesen sind, in Zeiten des Klimawandels nachhaltig zu gestalten“, erklärt die Bundestagsabgeordnete.

 

Gesucht werden innovative Denkanstöße, die Deutschlands Mobilität nachhaltig verbessern können. Ob es sich dabei um Ideen handelt, durch die der Pendelverkehr zukünftig komfortabler wird oder um welche, die älteren Personen mehr Mobilität im Alltag ermöglichen. Ob klimaschonende Alternativen, die auf dem Land oder in der Stadt für mehr Lebensqualität sorgen oder ausgefallene Entwürfe für den Einsatz autonomer Fahrzeuge auf Straßen oder Schienen: Willkommen sind alle Ideen, die Deutschlands Mobilität noch effektiver, sicherer und innovativer machen. Alle Teilnehmer haben zusätzlich die Chance, sich mit ihren Projekten um eine finanzielle Förderung durch das BMVI zu bewerben.

 

Der Ideenwettbewerb findet im Rahmen des Deutschen Mobilitätspreises statt, der in zwei Phasen durchgeführt wird. In der Best-Practice-Phase wurden bereits im August zehn umsetzungsstarke Projekte von Organisationen aller Art prämiert. Der Ideenwettbewerb richtet sich in der zweiten Phase an die breite Bevölkerung und zeichnet kreative Einfälle, zündende Ideen oder unkonventionelle Konzeptskizzen aus.

 

Nicole Westig informiert sich über Pflege-Ausbildung

Nicole Westig nutzte die Sommerpause im Bundestag, um sich vor Ort über die Ausbildung in der Pflege zu informieren. Auf Einladung der geschäftsführenden FDP-Kreisvorsitzenden Ina Albowitz-Freytag kam die Bundestagsabgeordnete ins Kreiskrankenhaus Gummersbach. Dort befindet sich das Gesundheits- und Bildungszentrum (GBZ), die Ausbildungseinrichtung des Klinikum Oberberg für Gesundheits- und Krankenpflege, und Weiterbildungseinrichtung für Operationstechnische Assistenten, für Fachkräfte in der Intensivpflege und in der Psychiatrie. Nicole Westig tauschte sich mit GBZ-Leiter Dirk Broß und Klinikum-Geschäftsführer Sascha Klein über die neue generalistische Pflegeausbildung –also die gemeinsame Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und
Altenpflegekräften, über die ersten Erfahrungen mit der seit einem Jahr bestehenden Ausbildung zum Pflegeassistenten, über Weiterbildungsmöglichkeiten, Digitalisierung in der Pflege und die Suche nach Nachwuchskräften. Der FDP Fraktionsvorsitzende im Kreistag Reinhold Müller und der stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Ulrich von Trotha begleiteten
Westig und Albowitz-Freytag während des Informationsbesuches im Krankenhaus sowie in der Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren und dem Alten- und Pflegeheim Evergreen in Bergneustadt.
Klinikum-Geschäftsführer Klein verdeutlichte die Vorteile der generalistischen Pflegeausbildung und lobte, dass die Finanzierung der Ausbildung neu geregelt und insgesamt verbessert wurde. „Wir brauchen in der Krankenpflege mehr Kenntnisse zum Beispiel in der Versorgung demenziell erkrankter Patienten, während die Altenpflege mehr heilkundliche Kenntnisse benötigt zum Beispiel in der Versorgung von beatmeten Heimbewohnern“, erläuterte GBZ-Leiter Broß. Auf die Frage der Bundespolitikerin wie das Klinikum Oberberg dem Fachkräftemangel begegne, erklärte Klein, dass im Klinikum der Pflegenachwuchs selbst ausgebildet werde, aber die Suche nach Hebammen und Ärzten schwierig sei. „Um die richtig guten Bewerber in der Pflege für uns zu gewinnen, bieten wir jetzt erstmals die Möglichkeit eines dualen Studiums an“, ergänzte Broß. Der Besuch auf Ausbildungsmessen im Oberbergischen Kreis und das Angebot von Workshops in Schulen, um den Pflegeberuf für
Schülerinnen und Schüler praktisch erfahrbar zu machen, sei eine Strategie, um
Nachwuchskräfte zu gewinnen. Auch die Praxisanleiter, die die Krankenpflegeschüler bei der Arbeit auf der Station begleiten, bildet das GBZ aus. „Von den 84 aktuell beschäftigten
Praxisanleitern haben wir den größten Teil selbst ausgebildet“, sagt Dirk Broß. Er begrüße, dass es jetzt erstmals bundeseinheitliche Ausbildungsinhalte für die Schulung von Praxisanleitern geben wird. Auch die Weiterbildung zur Stationsleitung, sowie die Fachweiterbildungen Intensivpflege, Anästhesie und Psychiatrie stellte der GBZ-Leiter vor.
Westig interessierte sich auch für Wünsche des Krankenhauses und versprach, die Anregung von Geschäftsführer Klein nach einem Digitalpakt für Krankenhäuser mit nach Berlin zu nehmen.

Pressemitteilung vom 21.8.2019:  Westig kritisiert Kapazitätskürzungen auf der ICE-Strecke Köln-Frankfurt - „Attraktivität des ICE-Bahnhofs Siegburg wird weiter verringert“

Verärgert über die Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zur Länge der Züge in Deutschland zeigte sich die Bad Honnefer Bundestagsabgeordnete Nicole Westig. Insbesondere kritisiert sie, dass auf der hochfrequentierten ICE-Strecke Köln-Siegburg-Frankfurt weitere Kapazitäten gestrichen wurden.

 

Neben der Strecke München-Berlin ist die Verbindung Köln-Siegburg-Frankfurt die von den Fahrgästen am meisten genutzte Strecke, auf der zudem der Anteil der Berufspendler besonders hoch ist. Das zeigt, dass mit attraktiven Verbindungen der gewünschte Umstieg vom Auto auf die Bahn gelingen kann. Umso unverständlicher ist es,  dass die Bahn seit Juni 2019 in den Hauptpendlerzeiten am Morgen zwischen 7 und 9 Uhr und am Abend zwischen 17 und 19 Uhr zwei Züge auf  einteilige Züge umgestellt und damit die Sitzplatzkapazität halbiert hat. Als Grund für diese Entscheidung werden zum einen technische Störungen und Lieferschwierigkeiten, zum anderen eine nicht belegte Veränderung der Nachfrage genannt. Unbeantwortet bleibt die Frage, wie die Bahn auf das Problem der Lieferschwierigkeiten reagieren will.

Die Kürzung der Kapazitäten auf der Strecke Köln-Frankfurt konterkariert nicht nur die Bemühungen, Menschen für die Nutzung der Bahn zu gewinnen, sondern verringert – nach der Kürzung des Angebots mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 – zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit die Attraktivität des ICE-Bahnhofs Siegburg. Ich werde mich daher gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Bonn dafür einsetzen, dass dieser Trend sich nicht fortsetzt und die Bahn auf die steigende Nachfrage gerade der Berufspendler endlich mit einem Ausbau ihres Angebots reagiert.

 

Lesen Sie hier die Berichterstattung im Bonner Generalanzeiger.

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Besuch in der Pflegeeinrichtung Haus St. Martin im Westerwald

Einen detaillierten Einblick in den Alltag einer Pflegeeinrichtung erhielt Nicole Westig, pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, beim Besuch von Haus St. Martin in Dornburg-Frickhofen im Westerwald. Das im Jahr 2010 eröffnete Haus der Caritas verfügt über 27 Vollzeit-Pflegeplätze und 7 betreute Seniorenwohnungen. Die von Renate Mainka mit besonderem Engagement geführte Einrichtung zeichnet sich durch eine sehr familiäre Atmosphäre aus. Gemeinsam mit der hessischen FDP-Landtagsabgeordneten Marion Schardt-Sauer, die den Besuch organisiert hatte, sprach Westig nicht nur mit der Leiterin, sondern auch mit Vertretern der Caritas und zwei Damen aus dem Beirat des Hauses. Ein wichtiges Thema war dabei der Fachkräftemangel und die Probleme bei der Finanzierung der „Spahn-Stellen“. „Wir haben die Stellen besetzt und die Anträge für die Finanzierung bereits vor acht Monaten gestellt, doch das Geld ist bis heute nicht geflossen“, kritisierte Othmar Hicking von der Caritas. Ein weiteres Problem sind die Kurzzeitpflegestellen, die ebenfalls aufgrund von Finanzierungsproblemen nicht in ausreichender Zahl angeboten werden können. „Hier muss dringend eine Lösung gefunden werden, denn wir brauchen ausreichend Kurzzeitpflegeplätze, um die pflegende Angehörigen zu entlasten“, forderte Nicole Westig. Die Gesprächsrunde war sich einig, dass Pflegebedürftige besonders gut in kleinen, wohnortnahen Einrichtungen und damit in vertrauter Umgebung betreut werden können. Auch im Haus St. Martin stammt rund die Hälfte der Bewohner direkt aus Frickhofen.

 

Besuchergruppe aus dem Rhein-Sieg-Kreis

Auf Einladung von Nicole Westig fuhr eine Besuchergruppe aus dem Rhein-Sieg-Kreis im August nach Berlin. Auf dem abwechslungsreichen Programm standen diesmal ein Besuch beim Bundesnachrichtendienst, eine Sonderführung in der Gedenkstätte Potsdamer Abkommen, eine Schifffahrt und natürlich der Besuch im Reichstag verbunden mit einer Diskussion mit Nicole Westig und weiteren Abgeordneten.

Pressemitteilung vom 14.8.2019: Brauchen umfassendes Gesamtkonzept für Finanzierung der Pflege

Zum Kabinettsbeschluss zur Entlastung von Angehörigen Pflegebedürftiger erklärt Nicole Westig:

 

„Angehörige von Pflegebedürftigen zu entlasten, ist richtig. Die Antwort auf eine zukunftsfeste und generationengerechte Pflegefinanzierung bleiben Union und SPD aber weiter schuldig, wie schon beim Pflegelöhne-Verbesserungsgesetz. Nun die Kommunen einseitig belasten zu wollen, ist keine Lösung. Denn diese sind bereits jetzt massiv unter Druck. Zudem liefert der Gesetzentwurf keine Antwort für die mehr als 70 Prozent der Pflegebedürftigen, die von ihren Angehörigen zu Hause betreut werden. Diese Menschen benötigen dringend mehr Unterstützung. Dafür brauchen wir endlich ein umfassendes Gesamtkonzept. Das umlagefinanzierte System ist alleine nicht mehr zukunftsfähig. Dieses Problem darf nicht weiter verantwortungslos in die Zukunft verschoben werden. Für eine zukunftsfeste Pflegefinanzierung fordert die FDP-Fraktion deswegen zusätzlich den Aufbau einer kapitalgedeckten Säule und die Förderung privater Pflegevorsorge.“

 

Zahlreiche Medien griffen die Kritik von Nicole Westig auf und befragten sie zu diesem Thema.

 

ARD Tagesschau:

14. August 2019, 20:15 Uhr ab Minute 00:02:06

ZDF heute:

14. August 2019, ab Sekunde 00:00:40

ZDF Nachrichten

14.  August 2019 ab Minute 00:01:40

Deutschlandfunk

14. August 2019 Interview

Tagesspiegel vom 5.8.2019: Hilfe für Pflegende -  Fast keiner nutzt das Pflegedarlehen

Das Pflegedarlehen soll helfen, Pflege und Beruf zu vereinbaren. Doch es wird kaum beantragt. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Abgeordneten Nicole Bauer und Nicole Westig. Demnach habe seit 2015 erst 921 Personen ein solches Darlehen beantragt; 562 Frauen und 359 Männer. 2018 waren es 208 gewesen, 2019 bislang 87. Die Nutzung sei deutlich hinter den Annahmen zurückgeblieben, schreibt Stefan Zierke, Parlamententarischer Staatssekretär von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in seiner Antwort an die FDP-Politikerinnen. Doch die Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf. Da das Gesetz offensichtlich an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht, fordert Nicole Westig neue Maßnahmen zur Unterstützung pflegender Angehöriger wie bespielsweise mehr Angebote zur Kurzzeitpflege und die Nutzung digitaler Möglichkeiten zur Pflege daheim.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel im Tagesspiegel. 

Handelsblatt vom 12.7.2019: Bundesregierung fordert mehr Pflegeinvestitionen von den Ländern

In der Debatte um eine bezahlbare Pflege geht der Bund die Länder an. Der Vorwurf: Sie investieren nicht genug in Pflegeeinrichtungen.Bewohner von Pflegeheimen müssen immer höhere Kosten tragen. Dabei werden sie auch für Investitionen in die Pflegeinfrastruktur zur Kasse gebeten – eine Aufgabe, die nach Ansicht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eigentlich die Bundesländer übernehmen sollten. Zahlen des GKV-Spitzenverbandes zeigen: In den vergangenen zehn Jahren trugen Heimbewohner rund 39 Milliarden Euro zu den Investitionskosten bei. Jetzt fordert die Bundesregierung die Länder auf, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Unterstützung bekommen Bundesregierung und Krankenkassen aus der Opposition. Die Mehrzahl der Bundesländer investiere „nur in ganz geringerem Ausmaß“, kritisierte die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Nicole Westig. Die Länder müssten erst ihrer Investitionspflicht nachkommen, ehe sie eine Deckelung der Eigenanteile bei den Pflegeleistungen fordern und damit die Beitragszahler zusätzlich belasten.

 

Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Handelsblatt vom 12.7.2019: Patientenschützer: Schleppende Umsetzung von mehr Pflegestellen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat eine schleppende Umsetzung des Programms für mehr Stellen in der Altenpflege kritisiert. "Zusätzliches Geld schafft bisher keine zusätzlichen Pflegekräfte", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auf eigene Informationen, wonach weniger als eine Million Euro ausgezahlt worden seien. Das sei desaströs. Das Programm habe damit bisher weniger als 100 Stellen extra gebracht. 

Die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Nicole Westig, nannte die Kritik der Deutschen Stiftung Patientenschutz berechtigt: "Das Sofortprogramm Pflege von Gesundheitsminister Spahn bleibt leere Symbolpolitik, weil Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt fehlen", sagte sie der dpa. "Deshalb müssen die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in der Pflege dringend verbessert und mehr Pflegekräfte durch ein echtes Einwanderungsgesetz mit Punktesystem angeworben werden."

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Pressemitteilung vom 5.7.2019: Große Koalition muss Finanzierung der Tarifbezahlung in der Pflege klären

Zur Antwort der Bundesregierung zur Kalkulation der Mehrausgaben durch das Pflegelöhneverbesserungsgesetz erklärt Nicole Westig:

 

Die Antwort der Bundesregierung zu den nicht einkalkulierten Mehrausgaben im Gesetzesentwurf zum Pflegelöhneverbesserungsgesetz ist blanker Hohn. Eigens für dieses politische Vorhaben hat das Bundesgesundheitsministerium eine Studie beauftragt, die detailliert und vielschichtig mehrere Szenarien zum finanziellen Mehraufwand durch die Tarifbezahlung in der Pflege berechnet. Laut des Gutachtens ergeben sich bis zu 5,2 Milliarden Euro Mehrausgaben für die Pflegeversicherung.

Nun, bei der konkreten Umsetzung, will die Bundesregierung von diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen nichts mehr wissen und hält ihr eigenes Gutachten für spekulativ. Die Große Koalition müsste aber zwingend von mindestens 1,4 Milliarden Euro zusätzlichen Ausgaben für die Pflegeversicherung ausgehen und dementsprechend ein Finanzierungskonzept zum Gesetzesentwurf vorlegen. Dazu fehlt ihr entweder der Mut oder die Ideen.

Es bleibt dabei: Wer diese Milliarden bezahlen soll, die Pflegebedürftigen durch höhere Eigenanteile oder die Beitragszahler durch höhere Beiträge, dazu schweigt die Bundesregierung weiterhin beharrlich. Das ist absolut verantwortungslos.

Bundesfreiwilligendienst beim Technischen Hilfswerk

Dank einer Entscheidung des deutschen Bundestages wird das Technische Hilfswerk (THW), die ehrenamtlich geprägte Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes,  ab Herbst 2019 jährlich bis zu 2000 Bundesfreiwilligendienstleistenden (Bufdi) einen Platz anbieten. Dieses Projekt ermöglicht es jungen und auch lebenserfahrenen Menschen, in einem einjährigen Engagement neue Perspektiven zu entdecken und sich persönlich weiter zu entwickeln. Im THW können Bundesfreiwilligendienstleistende sich ausprobieren, weiterqualifizieren und ihre eigene Lebens- und Berufserfahrung sinnvoll einbringen. Auf die Freiwilligen warten in der Einsatzorganisation zahlreiche Aufgaben: Von der Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den THW-Ortsverbänden über Logistik bis hin zur Verwaltung können die Bundesfreiwilligen das tun, was ihren persönlichen Neigungen entspricht. Darunter fallen unter anderem Gerätewartung, Öffentlichkeitsarbeit und die Werbung von Helfern, Jugendarbeit sowie Unterstützung bei der Vorbereitung von Übungsdiensten, Veranstaltungen und Einsätzen.

 

Interessenten am Bundesfreiwilligendienst im THW können sich unter www.entdecke-bufdi.de näher informieren.