Besuch im Handwerksbildungszentrum in Siegburg

Einen umfassenden Einblick in die Ausbildungsarbeit erhielt die FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Westig beim Besuch im Handwerksbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Bonn Rhein-Sieg in Siegburg. Auf Einladung von Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher hatte die Politikerin die Möglichkeit, die Lehrgänge von Frisören, Tischler, Kfz-Mechatroniker und Bäckern zu besuchen. In der Backstube konnte Westig selbst einen kleinen Ausbildungsteil  absolvieren und beim Plätzchenbacken Hand anlegen. Insgesamt werden im HBZ Auszubildende aus elf Gewerken überbetrieblich geschult. Die Schulungen, zu denen die Auszubildenden über die Betriebe eingeladen werden, ergänzen damit die betriebliche Ausbildung. "Die Schulungen werden sehr gut angenommen und sind inzwischen ein fester Bestandteil der Ausbildung", resümiert Radermacher, der noch eine andere gute Nachricht hatte: Die Ausbildungszahlen im Bereich der Kreishandwerkerschaft Bonn Rhein-Sieg konnten trotz Corona gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. 

Besuch bei zwei Pflegeschulen: "Uns fehlen die Pädagogen"

Ende September besuchte Nicole Westig die Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Gemeinschaftskrankenhaus in Bonn und die vom TÜV Nord geführte Pflegeschule in Troisdorf. Im Gespräch mit der Schulleitung sowie Schülerinnen und Schülern informierte sich die Politikerin über die aktuellen Probleme an den Schulen, die im Oktober die neue generalistische Pflegeausbildung starten werden. Wie an vielen allgemeinbildenden Schulen auch ist das größte Problem aktuell der Mangel an Pädagogen. Und auch bei der praktischen Ausbildung beispielsweise im Krankenhaus macht sich der Fachkräftemängel bemerkbar, denn die notwendige Praxisanleitung kommt nach Angaben der Schüler vielfach zu kurz. Zudem müssen die Auszubildenden aufgrund des Personalmangels immer wieder Aufgaben von fertig ausgebildeten Fachkräften übernehmen. 

 

Beim Thema Digitalisierung sind beide Schulen gut aufgestellt, denn sie arbeiteten schon vor der Corona-Krise mit Lern-Plattformen und konnten relativ problemlos von Präsenz- zu Online-Unterricht umschalten. Inzwischen sind die Schulen zum Präsenzunterricht zurückgekehrt, Online-Unterricht, der jedem Schüler ein eigenes Lerntempo ermöglicht, wird aber weiterhin angeboten und ergänzt die Ausbildung. Digitale Endgeräte gibt es an beiden Schulen, die Ausstattung soll aber ausgebaut werden. Dafür stehen Mittel aus dem Digitalpakt zur Verfügung, jedoch, so die Erfahrung, sei die Beantragung sehr bürokratisch und zeitaufwändig. Mit der Teilnahme am Programm Erasmus plus bietet die Bonner Pflegeschule ihren Auszubildenden etwas ganz Besonderes: Sie haben die Möglichkeit, ein Praktikum an Krankenhäusern im europäischen Ausland zu machen - eine Chance, die von den Auszubildenden gern genutzt wird und auch in der Corona-Krise fortgeführt werden soll . 

Christian Koch zum Fraktionsvorsitzenden der FDP Rhein-Sieg gewählt

Zwei Tage nach der Kommunalwahl hat die Kreistagsfraktion der FDP Rhein-Sieg sich bereits konstituiert und die Arbeit aufgenommen. Das fünfköpfige Gremium wählte den Bornheimer Christian Koch zum Fraktionsvorsitzenden. Koch hatte als Landratskandidat ein Ergebnis von 7,2 Prozent erzielt und ist zudem in seiner Heimatstadt Bornheim mit einem Direktmandat erneut in den Stadtrat eingezogen. Als seine Stellvertreter wurden Jana Rentsch aus Rheinbach und Alexander Hildebrandt aus Hennef gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. „Ich freue mich auf konstruktive Sacharbeit für den Rhein-Sieg und möchte unsere Fraktion zu einer kreativen Ideenschmiede machen“, erklärte Koch nach seiner Wahl.

 

Im Gesamtergebnis aller 19 Kommunen inklusive Kreistag liegt die FDP Rhein-Sieg mit 5,9 Prozent über dem NRW-Landesdurchschnitt von 5,6 Prozent. „Die FDP erreichte in allen 19 Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises wieder Fraktionen in Stärke von je zwei bis drei Mandaten, in Eitorf sogar vier. Unser Ergebnis ist einer sehr schwierigen Zeit geschuldet, ist aber eine solide Basis für eine erfolgreiche politische Arbeit in allen Gemeinden“, resümierte die Kreisvorsitzende Nicole Westig. 

 

Das beste Ergebnis zur Gemeinderatswahl gab es in der traditionell liberalen Hochburg Eitorf, dicht gefolgt von Ruppichteroth mit 8,7 Prozent und Much mit 8,1 Prozent. Letztere erreichten sogar einen Zuwachs von 3,5 Prozent. Auch der Landratskandidat Christian Koch konnte sich mit dem Ergebnis von 7,2 Prozent um 1,3 Prozent leicht verbessern. In Troisdorf und Niederkassel hatten die Freien Demokraten eigene Bürgermeisterkandidatinnen aufgestellt: Nadja Partanen erhielt in Troisdorf aus dem Stand 3,2 Prozent und konnte mit knapp 4 Prozent das Ratsergebnis für Troisdorf leicht verbessern. Auch Anette Wickel erzielte in Niederkassel mit 8,1 Prozent und einem Plus von 2,2 Prozent ein sehr souveränes Ergebnis, das der FDP erneut drei Ratsmandate einbrachte. 

Städtpartnerschaften stärken den Zusammenhalt

Nicole Westig setzt sich seit langem für Städtepartnerschaften ein. In der Zeitschrift des Forum Internationale Partnerschaften  schreibt sie zu diesem Thema:


K
ommunale Städtepartnerschaften haben eine nicht zu unterschätzende 
Bedeutung. Nach  dem Zweiten Weltkrieg hatten Städtepartnerschaften oft die Sicherung des Friedens in Europa zum Ziel. Das gegenseitige Kennenlernen und der Aufbau freundschaftliche Beziehungen war ein wichtiger Baustein für die politische Integration der Staaten in die EU. Gerade in unserer globalisierten Welt, in der Wissenschaft und Wirtschaft längst international tätig sind, müssen auch die Bürger untereinander Möglichkeiten zum persönlichen Austausch haben. Nicht alle Menschen sehen in der Globalisierung die Chance auf Fortschritt und Wohlstand, vielen bereitet sie auch Sorgen. Dagegen können persönliche Verbindungen helfen. Freundschaften zwischen den Bürgerinnen und Bürgern einzelner Staaten stärken den Zusammenhalt dieser,

gerade wenn es auf politischer Ebene einmal hakt.

Städtepartnerschaften tragen auch dazu bei, dass Freundschaften zwischen den einzelnen Ländern über Generationen hinweg bestehen bleiben. Ich denke gern an die Menschen zurück, die ich als Schülerin durch einen durch eine Städtepartnerschaft begründeten Frankreich-Austausch kennengelernt und über viele Jahre immer wieder getroffen habe. Diese Verbindungen haben mit dazu beigetragen, dass ich mich für Romanistik als mein Studienfach

entschieden habe. Und ich freue mich darüber, dass ich diese Erfahrungen an meine Kinder weitergeben konnte, die immer sehr neugierig sind, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen. 

 

Lesen Sie auf S.3 den ganzen Beitrag, in dem sich Nicole Westig auch zu außenpolitischen Themen äußert: 

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Besuch im demenzfreundlichen Gerresheim

Nicole Westig besuchte in dieser Woche mit FDP Oberbürgermeister-Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Dr. Christine Rachner von der Düsseldorfer Ratsfraktion der FDP den  demenzfreundlichen Stadtteil Gerresheim in Düsseldorf. „In Gerresheim besteht ein sehr gut funktionierendes Netzwerk für Menschen mit Demenz und deren Angehörige, durch das sich die Betroffenen sehr gut betreut fühlen“, freute sich Strack-Zimmermann. Die Leiterin des Ferdinand-Heye-Hauses der Diakonie Düsseldorf, Andrea Köhler, und Britta Keil vom Kompetenzzentrum Demenz berichteten von ihren guten Erfahrungen und der Selbstverständlichkeit, mit der Menschen mit Demenz in den Gerresheimer Alltag integriert werden. Dabei spielen die Gemeinden und das Zentrum Plus in der ambulanten Betreuung wichtige Rollen, um den Verbleib in der Häuslichkeit so lange wie möglich zu garantieren. 

Im Ferdinand-Heye-Haus werden Bewohnerinnen und Bewohner mit unterschiedlich ausgeprägter Demenz betreut. „Es ist schön zu sehen, wie freundlich und positiv die Patienten mit unterschiedlichen Demenzgraden in den Alltag integriert werden. Selbst bettlägerige Patienten finden Gemeinschaft und müssen nicht vereinsamen“, erklärte Nicole Westig.

Die zweite Station des Besuchs, das Seniorenheim des DRK, verfügt u.a. über eine geschlossene Abteilung für Gerontopsychiatrie. „Dieses neu errichtete Haus ist durch seine Gärten und lichtdurchfluteten Räume eine angenehme Oase für unserer Seniorinnen und Senioren hier vor Ort“ freute sich Strack-Zimmermann.

Einig waren sich Politikerinnen und die DRK-Vertreter darin, dass dringend mehr gegen den Fachkräftemangel unternommen werden muss. Insbesondere für die Gerontopsychiatrie sei es ausgesprochen schwierig, Pflegekräfte zu finden. Insgesamt zeigten sich die FDP-Politikerinnen beeindruckt von der positiven Quartiersentwicklung in Gerresheim im Hinblick auf ältere Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Westig fordert ein qualitativ besseres Angebot der Bahn

In einer kleinen Anfrage hat  Nicole Westig die Bundesregierung zu den zukünftigen Zughalten am ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn befragt und bezieht sich dabei auf Äußerungen des Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn. Zur Antwort der Bundesregierung erklärt Westig:

  

  "Es mag ja sein, dass die Anzahl der Zughalte am Bahnhof Siegburg/Bonn mit bis zu 60 Halten am Tag rein zahlenmäßig auf dem Niveau des Fahrplanes 2019 bleibt. Wenn jedoch die bisherigen Verbindungen nach Mannheim und Stuttgart eingeschränkt und durch Verbindungen nach Brüssel, Frankfurt Hbf und Nürnberg ersetzt werden, bedeutet das für Pendler nach Mannheim oder Stuttgart sehr wohl eine qualitative Verschlechterung. Mich erreichen jedenfalls momentan viele Klagen von Pendlern aus der Region. Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussion ist die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, auf die Bahn umzusteigen, so hoch wie nie zuvor. Wenn die Bahn dies nicht in Form eines wirklich auch qualitativ besseren Angebots nutzt, vergibt sie eine wichtige Chance gerade für die Wachstumsregion Bonn/Rhein-Sieg." 

 

10-381 Kleine Anfrage Zughalte am ICE-Ba
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Politiker setzen sich für mehr Lärmschutz am Bahnhof Unkel ein

Am 29. Oktober diskutierten die Vorsitzenden der interfraktionellen  Parlamentsgruppe Bahnlärm sowie die FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser und Nicole Westig am Bahnhof Unkel mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn,  Bürgerinitiativen und Medien über die Lärmbelastung durch die Bahn-Weiche Nr.12.  Vorausgegangen waren zahlreiche Klagen von Anwohnern über schlagende Geräusche und Erschütterungen, welche durch schnelle Güterzüge aus Koblenz in Richtung Köln beim Befahren der Weiche 12 im Bahnhof Unkel verursacht würden.  Da entsprechende Eingaben der Betroffenen bisher ergebnislos blieben, wurde die  Parlamentsgruppe Bahnlärm nun vor Ort aktiv. Nach dem konstruktiven Gespräch mit der Bahn forderten die Politiker eine zeitnahe und dauerhafte Lösung des Problems.

"Gerade als Mitglied des Gesundheitsausschusses halte ich es für wichtig, die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Bahnlärm und Erschütterungen deutlich zu machen und gezielt zu bekämpfen. Dies gilt ganz besonders für unsere Region am beginnenden Mittelrhein," erklärte Nicole Westig. Die verantwortlichen Vertreter der Deutschen Bahn versicherten, sich zügig um entsprechende Lärm- und Erschütterungsmessungen zu kümmern, um dann weitere Schritte zu besprechen.

 

Nicole Westig wird sich auch auf der Kundgebung zum Bahnlärm am 8. Januar 2019 in Neuwied für die Interessen der Bahnanlieger einsetzen.